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Geschichte der Ortsgruppe
1950 - 1998
Die Geschichte des Vereins für Deutsche Schäferhunde,
Ortsgruppe Schönaich beginnt im Jahre 1950 mit einer Handvoll Hundebegeisterter die den Weg zum Böblinger Schäferhundeverein fanden, um dort ihre Hunde auszubilden. Der erste Hundeführer war Johannes Vögele, damals
bereits um die 70 Jahre alt, mit stattlichem Schnurbart und sehr engagiert bei der Sache. Dazu gesellten sich kurz darauf auch Gottlob Reichert, sowie Paul Frey, Ernst Lutz und Willi Rieck.
..... und damals
wie heute war es in erster Linie die Liebe zum Tier, der Umgang mit einem treuen Begleiter und Beschützer. Auch die Hundehaltung war zu damaliger Zeit einfacher, da die Bebauung nicht so eng war wie heute. Für die
Hundebesitzer, die in Ortsrandlage bzw. sogar außerhalb wohnten, war es auch ein Sicherheitsaspekt, um sich vor Einbrechern und Dieben, die es auch bereits zu damaliger Zeit gab, zu schützen.
Die eigentliche Vereinsgründung in Schönaich.....
Im Gegensatz zur
heutigen Mobilität war 1950 das Streben nach Ortsnähe zur allzu verständlich. Damals mußte nämlich der Weg von Schönaich zum Ausbildungsplatz nach Böblingen noch zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewältigt werden. Der
Übungsplatz lag westlich von Böblingen ( im Grund ) die einfache Wegstrecke betrug somit rund zehn Kilometer. Die Ausbildung fand in dieser Zeit am Sonntagmorgen statt, denn der Samstag war damals noch für
Jedermann ein Arbeitstag.
Dieser Aufwand mag vor allem auch der Grund gewesen sein die Hunde in Schönaich auszubilden. Auf dem ehemaligen Sportplatz auf der Burghalde fand man ein ideales Gelände, das die
Aufnahme der hundesportlichen Aktivitäten in Schönaich ermöglichte.
Nach einer Werbeveranstaltung im Herbst 1950, wo man versucht hat, neue Freunde und Kameraden zu finden, die sich ebenfalls für die
Ausbildung und Zucht des Schäferhundes interessierten, traf man sich im Gasthaus Löwen in Schönaich zu einer gemeinsamen Besprechung. Als Ergebnis dieser "Gründungsversammlung" wurde der Beschluß gefaßt,
eine eigenständige selbstständige Ortsgruppe zu gründen. Der damaligen, offiziell noch nicht anerkannten Ortsgruppe traten 16 Personen bei. Bis zur Anerkennung der Ortsgruppe durch den Haupt- verein sollten
allerdings noch gut eineinhalb Jahre vergehen, in denen die Ortsgruppe als Untergruppe der Ortsgruppe Böblingen bestand.
Der Grund warum man nicht sofort eine eigenständige Ortsgruppe wurde, lag in erster
Linie an der finanziellen Situation der damaligen Zeit. Die Mitglieder konnten einfach die Kosten der Mitgliedschaft im Hauptverein nicht aufbringen.
Es ist soweit ......
Am 27. Mai 1952 erfolgte die offizielle Anerkennung durch
den Hauptverein in Augsburg. Der erste Vorsitzende war Albert Wagner. Während in den Anfangsjahren die hundesportlichen Aktivitäten im Vordergrund standen und der Verein eine stete Aufwärtsentwicklung nahm, kam nun
doch der Wunsch auf, ein Vereinsheim zu bauen. Da insbesondere wegen des fehlenden Unterstandes bei schlechter Witterung die Beteiligung am Übungsbetrieb nachließ, konnte nur auf diese Weise Abhilfe geschaffen
werden.
schwierige Zeiten ....
Auch die folgende
Zeit war von Höhen und Tiefen gezeichnet. Dies wird daran deutlich, daß in manchen Jahren keine Schutzhundeprüfung oder sonstige Aktivitäten durchgeführt wurden. Sogar wurde - wie dem Protokoll- buch zu entnehmen
ist - im Jahre 1961 über eine mögliche Vereinsauflösung gesprochen. Dank des Eintretens einiger engagierter Mitglieder, die sich den Appell von Wilhelm Illi zu Herzen nahmen, konnte der Verein weitergeführt werden.
Diese für den Verein wohl schwierigste Zeit zog sich bis Anfang der siebziger Jahre hin, wobei zuletzt die hundesportlichen Aktivitäten nahezu zum Erliegen gekommen waren. Ganz kritisch war es wohl im Jahre 1972,
als die Vereinsauflösung unmittelbar bevorstand. Erich Rieck ist es zu verdanken, daß die Ortsgruppe damals gerettet wurde. In einer denkwürdigen Versammlung hatte er als einziger der verbliebenen Vereinsmitglieder
die Courage, die Vereinsführung zu übernehmen.
Aufschwung.....
Während es zunächst wieder galt, den Übungsbetrieb mit Prüfungen aufzunehmen, nahm der Verein kurze Zeit später einen nicht für möglich gehaltenen Aufschwung.
Allein in der Zeit zwischen 1973 bis 1976 hat sich die Mitgliederzahl verdoppelt. Die Tatsache, daß sich überwiegend junge Leute dem Verein angeschlossen haben, eröffnete Perspektiven für die Zukunft.In dieser Zeit
erfolgte auch der Beschluß für die Erweiterung bzw. den Umbau des Vereinsheimes. Mitten in der Bauphase wurden die Vereinsgeschicke in jüngere Hände gelegt. Im September 1976 übernahm Norbert Mezger das Amt als
Vorsitzender. Die wichtigste Aufgabe war zunächst die Baumaßnahme zu einem guten Abschluß zu bringen. Ausschließlich in Eigenleistung konnte der Umbau dank des Engagements der Mitglieder in einer relativ kurzen
Bauzeit fertiggestellt werden. Die Einweihung des "neuen" Vereinsheimes wurde gleichzeitig mit dem 25-jährigen Jubiläum im Jahre 1977 gefeiert.
Trotz dieser Belastungen galt es auch die hundesportlichen Aktivitäten weiter voran zu treiben.
Die neuen Mitglieder, fast allesamt aktive Hundesportler, trugen dazu bei, daß wieder
regelmäßig Schutzhundeprüfungen abgehalten werden konnten. Ab 1976 wurden sogar einige Pokalwettkämpfe durchgeführt und auch die Beteiligung an auswärtigen Leistungsveranstaltungen war sehr rege.
Positive Impulse im sportlichen, wie auch im menschlichen Bereich brachte uns die Gemeinschaft mit den Ortsgruppen Bernhausen, Echterdingen, und Filder, durch das Kennenleren anderer Ausbildungsmethoden und fremder
Platzverhältnisse sowie durch in der Gemeinschaft organisierter Leistungsvergleiche. Diese Verbindungen bestehen heute noch. In dieser Zeit wuchs auch das Interesse an der Zucht. Herausragend der Erfolg von Reiner
Mezger mit seinem "Zengo von der hohen Erle", der 1974 bei der Württembergischen Landeszuchtschau in Dagersheim in der Jugendklasse Rüden Landessieger wurde. Dies war der Ansporn für weitere Aktivitäten
die dazu geführt haben, daß der Verein heute insgesamt acht Züchter hat. In der Ortsgruppe herrschte Aufbruchstimmung. Kaum war ein Projekt abgeschlossen, wurden bereits schon Pläne für das nächste Vorhaben
ausgearbeitet und in Angriff genommen. Um die finanziellen Grundlagen zu schaffen, war viel Engagement im Bewirtschaftungsbereich notwendig. Stellvertretend für viele andere sei Otto Krämer genannt, der in dieser
Zeit über 11 Jahre die Bewirtschaftung übernommen hatte. Dadurch war die Möglichkeit geschafffen, rasch weitere Maßnahmen zu verwirklichen. Hier sei nur erwähnt der Anschluß an das Stromnetz im Jahre 1976, die
Erstellung einer Flutlichtanlage im Jahre 1978, die Umzäunung des Aufenthaltsbereiches mit Anlage des Kinderspielplatzes im Jahre 1981, der Bau der Pergola 1982, die Kellerentwässerung und die Installation einer
Wasserversorgung im Jahr 1983.
Ein besonderes Ereignis für unseren Verein war im Jahre 1984 die Ausscheidungsprüfung der Landespolizeidirektion, die regen Zuschauerzuspruch fand und uns die einmalige
Gelegenheit gab, den Hundesport einer breiten Öffentlichkeit darzustellen.
Es folgte die Neugestaltung des Gastraumes im Jahre 1986 und im Jahr 1991 der Anschluß an die Waser- und Entwässerungleitung der
Gemeinde. Im Jahr 1992 die Renovierung der Küche und im Jahr 1993 der Einbau eines Kachelofens
Ein ideal geleenes Ausbildungsgelände, um das wir von anderen Vereinen beneidet werden, erfordert einen Aufwand
für die Pflege und Unterhaltung auch zum Wohle anderer, da unser Ausbildungsplatz außerhalb der Übungszeiten der Allgemeinheit zur Verfügung steht.
Zufrieden und auch mit Stolz können wir heute auf das
Geleistete zurückblicken. Dabei wollen wir aber nicht vergessen, daß in diesen Zeiten auch eine große finanzielle Verantwortung auf den Schultern der Vereinsverantwortlichen lastete.
Dies gibt uns auch die
Gelegenheit, uns bei der Gemeinde Schönaich für die vielfältige, auch finanzielle Unterstützung im Rahmen der Vereinsförderungsrichtlinien zu bedanken.
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